Verträglichkeit
Verträglichkeit spiegelt individuelle Unterschiede darin wider, wie wichtig jemandem Kooperation und soziale Harmonie sind.

Verträglichkeit spiegelt individuelle Unterschiede darin wider, wie wichtig jemandem Kooperation und soziale Harmonie sind. Verträglichen Menschen ist es wichtig, mit anderen gut auszukommen.
Sie sind daher rücksichtsvoll, freundlich, großzügig und hilfsbereit und bereit, ihre Interessen mit denen anderer in Einklang zu bringen. Verträgliche Menschen haben zudem ein optimistisches Bild von der menschlichen Natur. Sie glauben, dass Menschen im Grunde ehrlich, anständig und vertrauenswürdig sind.
Dieses Merkmal ist eine der fünf breiten Dimensionen im Big-Five-Modell. Dieser Artikel behandelt das Merkmal selbst und seine sechs Facetten.
Unverträgliche Menschen stellen das Eigeninteresse über das gute Auskommen mit anderen. Das Wohlergehen anderer ist ihnen im Allgemeinen gleichgültig, weshalb sie sich kaum für andere einsetzen. Manchmal macht ihre Skepsis gegenüber den Motiven anderer sie misstrauisch, unfreundlich und unkooperativ.
Verträglichkeit ist offensichtlich von Vorteil, um Beliebtheit zu erlangen und zu bewahren. Verträgliche Menschen werden mehr gemocht als unverträgliche. Andererseits ist Verträglichkeit in Situationen, die harte oder rein sachliche Entscheidungen erfordern, nicht hilfreich. Unverträgliche Menschen können ausgezeichnete Wissenschaftler, Kritiker oder Soldaten sein.
Vertrauen
Eine Person mit hohem Vertrauen geht davon aus, dass die meisten Menschen fair und ehrlich sind und gute Absichten haben. Personen mit geringem Vertrauen sehen andere als egoistisch, hinterlistig und potenziell gefährlich.
Moral
Menschen mit hohen Werten auf dieser Skala sehen im Umgang mit anderen keine Notwendigkeit für Verstellung oder Manipulation und sind daher offen, direkt und aufrichtig. Menschen mit niedrigen Werten glauben, dass ein gewisses Maß an Täuschung in sozialen Beziehungen notwendig ist. Anderen fällt es relativ leicht, mit den geradlinigen Menschen mit hohen Werten auf dieser Skala umzugehen. Mit den weniger geradlinigen Menschen mit niedrigen Werten tun sie sich im Allgemeinen schwerer. Es sei klargestellt, dass Menschen mit niedrigen Werten nicht prinzipienlos oder unmoralisch sind; sie sind lediglich vorsichtiger und weniger bereit, offen die ganze Wahrheit preiszugeben.
Altruismus
Altruistische Menschen empfinden es als wirklich bereichernd, anderen zu helfen. Folglich sind sie im Allgemeinen bereit, Menschen in Not beizustehen. Für altruistische Menschen ist es eine Form der Selbstverwirklichung und keine Selbstaufopferung, etwas für andere zu tun. Menschen mit niedrigen Werten auf dieser Skala helfen Bedürftigen nicht besonders gern. Bitten um Hilfe empfinden sie eher als Zumutung denn als Gelegenheit zur Selbstverwirklichung.
Kooperation
Menschen mit hohen Werten auf dieser Skala mögen keine Konfrontationen. Sie sind durchaus bereit, Kompromisse einzugehen oder ihre eigenen Bedürfnisse zurückzustellen, um mit anderen auszukommen. Menschen mit niedrigen Werten auf dieser Skala neigen eher dazu, andere einzuschüchtern, um ihren Willen durchzusetzen.
Bescheidenheit
Menschen mit hohen Werten auf dieser Skala behaupten nicht gern, dass sie besser seien als andere. In manchen Fällen rührt diese Haltung von geringem Selbstvertrauen oder Selbstwertgefühl her. Dennoch empfinden auch manche Menschen mit hohem Selbstwertgefühl Unbescheidenheit als unschicklich. Wer bereit ist, sich selbst als überlegen zu beschreiben, wird von anderen eher als unangenehm arrogant wahrgenommen.
Mitgefühl
Menschen mit hohen Werten auf dieser Skala sind weichherzig und mitfühlend. Sie fühlen den Schmerz anderer mit und lassen sich leicht zu Mitleid bewegen. Menschen mit niedrigen Werten werden von menschlichem Leid nicht stark berührt. Sie sind stolz darauf, objektive, auf Vernunft gestützte Urteile zu fällen. Wahrheit und unparteiische Gerechtigkeit sind ihnen wichtiger als Gnade.

