Extraversion
Extraversion zeichnet sich durch eine ausgeprägte Zuwendung zur Außenwelt aus. Extravertierte sind gern mit Menschen zusammen, stecken voller Energie und erleben häufig positive Gefühle.

Extraversion zeichnet sich durch eine ausgeprägte Zuwendung zur Außenwelt aus.
Extravertierte sind gern mit Menschen zusammen, stecken voller Energie und erleben häufig positive Gefühle. Sie sind meist begeisterungsfähige, handlungsorientierte Menschen, die auf Gelegenheiten für Aufregung gern mit „Ja!“ oder „Los geht's!“ reagieren. In Gruppen reden sie gern, setzen sich durch und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich.
Dieses Merkmal ist eine der fünf breiten Dimensionen im Big-Five-Modell. Dieser Artikel behandelt das Merkmal selbst und seine sechs Facetten.
Introvertierten fehlen der Überschwang, die Energie und das Aktivitätsniveau der Extravertierten. Sie sind eher ruhig, zurückhaltend, bedächtig und weniger in die soziale Welt eingebunden. Ihre geringe soziale Beteiligung sollte nicht als Schüchternheit oder Depression gedeutet werden; Introvertierte brauchen einfach weniger Anregung als Extravertierte und sind lieber allein.
Die Unabhängigkeit und Zurückhaltung Introvertierter wird manchmal fälschlich als Unfreundlichkeit oder Arroganz gedeutet. Tatsächlich wird ein introvertierter Mensch mit hohen Werten bei Verträglichkeit zwar nicht von sich aus auf andere zugehen, ist aber sehr angenehm im Umgang, wenn man ihn anspricht.
Freundlichkeit
Freundliche Menschen mögen andere Menschen aufrichtig und zeigen ihnen offen positive Gefühle. Sie schließen schnell Freundschaften, und es fällt ihnen leicht, enge, vertraute Beziehungen aufzubauen. Menschen mit niedrigen Werten bei Freundlichkeit sind nicht unbedingt kalt und feindselig, aber sie gehen nicht auf andere zu und werden als distanziert und reserviert wahrgenommen.
Geselligkeit
Gesellige Menschen empfinden die Gesellschaft anderer als angenehm anregend und bereichernd. Sie genießen den Trubel von Menschenmengen. Menschen mit niedrigen Werten fühlen sich von großen Menschenmengen eher überfordert und meiden sie deshalb bewusst. Sie sind nicht unbedingt abgeneigt, ab und zu mit anderen zusammen zu sein, aber ihr Bedürfnis nach Privatsphäre und Zeit für sich selbst ist viel größer als bei Menschen mit hohen Werten auf dieser Skala.
Durchsetzungsvermögen
Menschen mit hohen Werten bei Durchsetzungsvermögen sagen gern ihre Meinung, übernehmen das Kommando und lenken die Aktivitäten anderer. Sie sind in Gruppen meist die Anführer. Menschen mit niedrigen Werten reden eher wenig und überlassen anderen die Steuerung von Gruppenaktivitäten.
Tatendrang
Aktive Menschen führen ein schnelles, ausgefülltes Leben. Sie bewegen sich zügig, energisch und kraftvoll und sind in viele Aktivitäten eingebunden. Menschen mit niedrigen Werten auf dieser Skala leben in einem langsameren, gemächlicheren und entspannteren Tempo.
Erlebnishunger
Menschen mit hohen Werten auf dieser Skala langweilen sich schnell, wenn ihnen die Anregung fehlt. Sie lieben helle Lichter und geschäftiges Treiben. Sie gehen gern Risiken ein und suchen den Nervenkitzel. Menschen mit niedrigen Werten fühlen sich von Lärm und Trubel überfordert und haben keinen Sinn für Nervenkitzel.
Heiterkeit
Diese Skala misst positive Stimmungen und Gefühle, nicht negative Emotionen (diese gehören zur Dimension Neurotizismus). Personen mit hohen Werten auf dieser Skala erleben typischerweise eine Vielzahl positiver Gefühle, darunter Glück, Begeisterung, Optimismus und Freude. Menschen mit niedrigen Werten neigen weniger zu solcher überschäumenden Hochstimmung.